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Kein Ei wie das andere

Warum unterscheiden sich die vielen verschiedenen Eier der Vogelarten?

Mit dem Frühling startet die Brutsaison: Die Vögel bauen fleißig an ihren Nestern, und die ersten Eier werden gelegt. Für unsere Tierpfleger:innen bedeutet das: Augen auf beim Nestercheck. Bei den verschiedenen Vogelarten sind auch die Eier ganz unterschiedlich. Kein Ei gleicht dem anderen. Im Weltvogelpark lassen sich Eier in allen Farben, Formen und Größen finden. Der Grund für die Unterschiede ist die Anpassung der Vogelarten an ihre Umgebung und Lebensweise. Die Eier von Vögeln aus kalten Gebieten sind meistens dunkler gefärbt, um die Wärme der Sonne besser speichern zu können. Dies gilt besonders für bodenbrütende Vögel. Wenn diese zur Futtersuche das Nest verlassen, kühlen die Eier durch die dunklere Färbung nicht so schnell aus. In warmen Gebieten haben die Eier dagegen eher eine helle Färbung, um Überhitzung zu vermeiden. Spezielle Musterungen dienen der Tarnung. Im Weltvogelpark können Besucher:innen auf einen Meister der Tarnung, den Sandregenpfeifer, treffen. Als Nest dient ihm eine kleine Mulde auf freien Kies- und Sandflächen. Seine Eier sind deswegen sandfarben mit kleinen schwarzen Punkten und sehen so Kieselsteinen zum Verwechseln ähnlich. Unsere Tierpfleger:innen müssen hier schon einmal genauer hinschauen.

Viele andere einmalige Eier lassen sich im Park entdecken. So auch das Straußenei. Mit einer Länge von etwa 15 Zentimetern, einem Durchmesser von bis zu 13 Zentimetern und einem Gewicht von im Schnitt 1.400–1.600 Gramm ist es das größte Ei der Welt. Im Kontrast dazu stehen die Eier der Kolibris. Mit einem Gewicht von 0,4 bis 1,4 Gramm, je nach Art, sind sie die kleinsten Eier der Welt. Die Eier der Bienenelfe, der kleinsten Kolibriart, sind gerade einmal so groß wie eine Erbse und haben das Gewicht einer Büroklammer.