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Pipras - Kleine Balzkünstler

Im Weltvogelpark werden Pipras mit Kolibris vergesellschaftet

Weltweit gibt es über 50 Arten Pipras und Schnurrvögel. Sie ernähren sich ausschließlich von Obst und kleinen Insekten. Sie sind in der Lage unglaublich große Früchte im Vergleich zu ihrer Körpergröße zu fressen. Pipras leben in tropischen Wäldern in Mittel- und Südamerika sowie in Teilen der Karibik. Im Weltvogelpark ist diese besondere Vogelart ins Kolibri-Haus eingezogen und wird mit den Kolibris vergesellschaftet. Normalerweise sind Kolibris absolute Einzelgänger und jagen Artgenossen territorial weg. Pipras jedoch werden weder als Konkurrenten noch Gleichartige angesehen. Auch in freier Wildbahn teilen sich diese beiden kleinen Vogelarten einen Lebensraum. Die Pipra-Weibchen legen meist nur ein bis zwei Eier und übernehmen den Nestbau, das Ausbrüten und die Aufzucht der Jungen. Diese kleine Vogelart ist vor allem durch ihre spektakulären Balzrituale bekannt. Die Männchen müssen hart arbeiten um das Weibchen zu beeindrucken und jede Pipra Art hat ihr eigenes sehr komplexes Balzritual. Zum einen nutzen Pipras die Schallerzeugung, die beim Flug durch das gegeneinander Schlagen ihrer Flügel entsteht und einen lauten Ton wieder gibt. Und zum anderen fliegen die Pipras in kleinen Männchen-Gruppen auf einer Balzarena umher um die Weibchen zu beeindrucken und vollführen einen Balztanz. Obwohl sie während der Balzflüge nur kurze Strecken zurücklegen, sind ihre Tänze sehr spektakulär. Vor allem der Gelbhosenpipra (Pipra mentalis) hat einen besonderen Tanzstil. Mehrere Männchen versammeln sich in kleinen Gruppen wobei jeder Vogel sich einen eigenen Ast ohne Blätter und Zweige sucht, der ihm als optimale Bühne dient und alle Blicke auf sich ziehen lässt. Durch seine kleinen, schnellen Rückwärts-Schritte, sieht es für das menschliche Auge aus, als würde er seine Beine gar nicht bewegen. Dieser Tanzschritt erinnert zweifelsfrei an den von Michael Jackson berühmten Moonwalk.